Auf einer Wandertour an der Amalfiküste hoppelte mir das Intro dieser Vinylscheibe durchs Hirn, begleitet von Orangenblütendüften, gelegentlich vermischt mit Noten geborstener Abwasserrohre. Dazu der Kommentar eines Gastgebers bei der verzweifelten Suche nach der richtigen Hausnummer: «Das ist die Komplexität der italienischen Unlogik.»
Die Wanderung führte nach Sorrento, einer Stadt südlich von Neapel, durch Privatgrundstücke und eine rund sechzig Meter hohe Felswand weitgehend vom Meer getrennt.
Menschen aus aller Welt strömen hierher. Flinke Asiatinnen wieseln durch Kohorten schwerknochiger Skandinavier. Nordrhein-westfälische Pädagoginnen gieren nach Horizonterweiterung. Kehllautig scheuchen Holländergruppen streunende Katzen in schattige Hinterhöfe. Eine pensionierte bretonische Hortleiterin stolpert und blickt vorwurfsvoll zurück. Böser Randstein!

Dazu Zitronen, so weit das Auge reicht: auf Bildern, Geschirr, Gläsern, Tassen, Taschenmessern, Hemden, Röcken, Bikinis, Unterhosen, Socken, Tüchern, Magneten. Und natürlich in ihrer vollendetsten Form: natürlich.

Versuchungen sind allgegenwärtig, lauern von Wänden und Balkonen. Kein Wunder hab ich das Gefühl, im neunten Monat zu sein.

Etwas Trost hat mir diese Toilette gespendet. Auch sie braucht etwas Anlauf, bis das Wasser kommt.
